Monatsarchiv für November 2008

Nachwuchsrockfestival Wetschen

Donnerstag, den 27. November 2008

In der alten Halle von BTR Logistik im schönen Wetschen bei Diepholz ging es am letzten Samstag heiss her. Die Jungs von der Speedway Live-Band hatten zum Nachwuchsrockfestival geladen und nicht nur einige illustere Bands aus der Gegend sondern auch eine Menge Zuschauer hatten sich eingefunden um den bitterkalten Außentemperaturen in der wonnig-warmen Halle bei feinstem Rock ‘n Roll zu entfliehen. Lange & Ohlemeyer stellten dabei Licht- und Tontechnik, während man als Bühne kurzerhand einen BTR-Trailer zweckentfremdet hatte.

Speedway Live-Band

Speedway

Den Anfang machten die großartigen Omas Ganzer Stolz, die wir ja schon beim Appletreegarden in diesem Jahr auf dem Tisch haben durften. Basser Paul hat inzwischen den Armbruch überwunden – und zeigte, dass er auch mit vier Saiten statt 88 Tasten spielen kann. “Alles Schlampen ausser Mama” war nicht nur unser persönliches Highlight des Abends, ohne diesen Song als Zugabe durften Max, Paul und Luka erst gar nicht von der Bühne.
Die zweite Band waren dann die Herren Veranstalter – Speedway machen Rock. Punkt. Es gibt handwerklich guten, bodenständigen Sound, Gitarre, Bass, Schlagzeug. Dazu Songs von AC/DC, Westernhagen und Steppenwolf.

Flaming Cucumbers

The Flaming Cucumbers

Damit man die Bands auf der Bühne gut in den Blick bekommt, wurde eine Lichttruss mit zwölf PAR64 und sechs Stufenlinsen 1kW über den Köpfen des Publikums geflogen. Die Industriehalle mit ihren zahlreich vorhandenen Trägern bot sich für diese Dinge ja förmlich an. Auf der Bühne selbst kamen nochmals zwölf PAR-Scheinwerfer, ein Martin Atomic 3000 und eine DMX-gesteuerte Nebel-Windmaschinen-Kombi zu Einsatz.

Auch die dritte Band, The Flaming Cucumbers aus Lemförde, hatten wir schon öfter in diesem Jahr “auf dem Tisch”, zuletzt beim Rock am Rind in Espelkamp. Der Gute-Laune-Ska ging gut nach vorn, auch wenn es für die acht Musiker auf der Bühne durchaus eng wurde. Für die nächste Veranstaltung wird wohl eine reguläre Bühnenkonstruktion aus Podesten gewählt.

Kristina von Random Noise

Shouterin Kristina von Random Noise

Random Noise sind nach eigenen Angaben noch nicht so lange zusammen, das Bandkonzept mit Metal-Sounds und einer Shouterin ist aber durchaus ungewöhnlich und versprach interessantes. Wir hatten natürlich, nicht nur des Metals wegen, das Rock-Standard-Mikrofonset im Gepäck – Audix D6 in der Kick, Micro-D an den Toms, OM-7 für die Vocals. Dazu Shure SM57 an den Gitarren und RØDE NT3en als Overheads. Vier Acoustic Line A8 versorgten die Musiker mit Monitorsound, im Fall des Drummers unterstützt durch einen A8-Sub. Da die Halle von BTR keine von den kleinen ist und auch der Publikumsandrang dementsprechend groß war, durfte das große PA-Besteck ran – acht mal B1801, vier mal K2.

Dopamin

Alkoholika als Konzept – Dopamin

Bevor Speedway den Abend mit anderthalb Stunden Rock ‘n Roll beendeten, durften Dopamin aus Vechta die Bühne entern. Hier gabs deutsche Texte mit allerlei Bierseeligkeit – die Herren waren schon seit Einlass gut dabei und leerten jeder während des Auftritts nochmal gut zwei Liter Gerstensaft. Ein Konzept, welches einige begeisterte Nachahmer fand.

Ein schönes Festival war’s in Wetschen – wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder, dann allerdings wohl nicht mehr zu BTR – die Halle wird ab Januar wieder ihrer eigentlichen Nutzung zugeführt. Aber, man sucht schon fieberhaft nach einer Ausweichlocation.

GWD vs. TV Großwallstadt

Sonntag, den 23. November 2008

Schnee und Eis hatten Ostwestfalen fest im Griff, als am gestrigen Samstag GWD Minden und der TV Großwallstadt in der Kampa-Halle aufeinander trafen.

Eintrommler

Der eintrommelnde GWD-Löwe

Nach der wieder einmal schlechten Auswärtsleistung gegen Magdeburg waren die Erwartungen groß, hier sollten zwei Punkte drin sein. Die Vorbereitung darauf verlief etwas anders als gewohnt. Horst “Hotti” Bredemeier gab beim Aufwärmen den Einpeitscher und versuchte die Mannschaft zu motivieren. Friedhelm Fischers Trailer erklang dieses mal komplett anders. Die Stimme von Jürgen Schäpsmeier stellte im Video die Spieler einzeln vor und leitete so auf den großen Einlauf hin. Sehr beeindruckend. Und im direkten Vergleich zeigt sich, der Trailerstack kann nicht nur den “dicken” Sound, sondern überträgt Sprache auch wesentlich souveräner, als die Hallen-ELA.

Trailer-Stack

Auch für Spielervorstellungen gut – der Trailer-Stack

Doch es schien zunächst alles nichts geholfen zu haben. Der GWD-Angriff bekam das sprichwörtliche Bein nicht an die Erde – und lag zur Halbzeit verdient vier Tore hinten. Es schwante allen Fans schon böses – und die Gewitterwolken über Richard Ratka schienen greifbar zu sein. Es zeigte sich jedoch, dass man nie zu früh verzagen soll.

Horst -Hotti- Bredemeier

Hotti gab den Einpeitscher

In der zweiten Halbzeit schien eine komplett andere Mannschaft auf die Platte zu laufen. Geführt von Michael Hegemann, Svenn-Erik Medhus, Andy Simon und Gylfi Gylfason entwickelte sich ein starkes Kampfspiel – und dieser Kampf wurde schlussendlich belohnt. GWD drehte das Spiel komplett auf einen Endstand von 31:30. Ein glücklicher aber auch verdienter Arbeitssieg und wichtige Punkte gegen einen direkten Gegner. Vielleicht sollte Hotti öfter zum Einpeitschen kommen.

Jan Hegenberg und die World of Warcraft

Montag, den 17. November 2008

Das Online-Rollenspiel “World of Warcraft” ist wohl das beliebteste seiner Art. 13 Millionen Spieler treffen sich weltweit, Tag für Tag, um Questen (Aufgaben) zu erfüllen, Gegner zu besiegen oder auch einfach nur um dabei zu sein. Kein Wunder also, dass sich Add-Ons (Erweiterungspakete) für dieses Spiel sprichwörtlich verkaufen wie geschnitten Brot. Die aktuelle Erweiterung “Wrath of the Lich King” kam am 13.11. dieses Jahres in den Handel und der Media Markt in Barkhausen organisierte anlässlich dessen einen Nachtverkauf – bereits um 0.00 Uhr sollten die hungrigen Gamer das Objekt der Begierde in den Händen halten dürfen.

Jan Hegenberg am Audix OM-7

Jan Hegenberg und das Audix OM-7

Um die Wartzeit zu verkürzen hatte man kurzfristig Jan Hegenberg und seine Band BAM für einen Auftritt verpflichten können. Hegenberg macht Musik für Gamer – seine Texte handeln von Eistee, Computerzocker-Lifestyle und ganz besonders natürlich von “World of Warcraft”. Laut Aussage eines Fans ist Hegenberg in der Szene “Größer als Britney Spears”. Und wer Lieder wie “Die Horde rennt” oder “Todesritter” gehört hat, versteht vielleicht warum.

Voll

Der Media Markt platzte aus allen Nähten

Wir von Lange & Ohlemeyer lieferten dazu die passende Bühne und den passenden Ton. Immerhin wollten über 500 Fans, die sich im Media Markt tummelten, mit dem “vollen Brett” versorgt werden. Ist Hegenberg auf Platte eher dem Songwritertum nahe, gibts mit BAM auch gerne mal das volle Metalbrett – dementsprechend auch die Auswahl der Schallwandler. Auf der PA-Seite durften es trotz räumlicher Enge gerne zwei K2-Topteile und vier B1801-Bässe von Acoustic Line sein.

Hegenberg und BAM

Hegenberg und BAM

Mikrofonisch dominierten dagegen wieder die Amerikaner, Shure SM57 an Gitarren und Snare, die phantastischen Audix-Mics kamen für fast alles andere zum Einsatz – D6 in der Kick, Micro-D an den Toms und OM-7 für Herrn Hegenbergs Gesang. Die Kombi ging sehr gut “nach vorne”, insbesondere an der Sprachverständlichkeit, bei deutschen Texten ja immer eine kritische Geschichte, gab es nix zu rütteln. Jan sprang einem förmlich ins Gesicht und die Masse an Fans dankte es mit lautstarkem Mitsingen.

Nachtelfen beim Kostümwettbewerb

Eine junge Nachtelfe

Um 0.00 Uhr war es dann mit dem Konzert auch schon wieder vorbei, die Meute drängte sich um die tapferen Verkäufer und an den Kassen staute es sich über fast anderthalb Stunden – trotz Vollbesetzung. Jan Henning Rogge, wie immer mit der Kamera mitten im Geschehen, hat für das Mindener Tageblatt ein kurzes Video über das Spektakel gemacht. Hier erfährt man alles, was man schon immer über den ganz normalen Wahnsinn wissen wollte.

Tomcat & CCR Revival Band in Vilsendorf

Samstag, den 15. November 2008

“Unter’m blauen Dach” – der poetische Name der schönen Location in Bielefeld-Vilsendorf weist schon darauf hin – hier finden ganz besondere Veranstaltungen statt. Darum gaben sich hier am letzten Samstag auch Tomcat aus Bielefeld und die CCR Revival Band die Ehre. Die zahlreich angereisten Fans wurden vollends zufrieden gestellt. Zwei so gute und unterhaltsame Bands findet man heute leider viel zu selten.

Bernd Reuss

Der Bernd

Wir von Lange & Ohlemeyer durften wiederum bei CCR für den guten Ton sorgen. Vintagesound vom allerfeinsten, hatte Peter Wilcek doch extra das von unserem Freund Jens Petersen entwickelte “Tremolante”-Pedal zum Einsatz gebracht.

Fender Bassman

Jörn’s Fender Bassman

Auch im allgemeinen trifft bei CCR “Old School” auf moderne, der Gegensatz von Jörn Schlüter’s Fender Bassman-Amp zum digitalen Yamaha FoH-Pult könnte nicht größer sein. Das Ergebnis stimmt jedoch, was will man mehr?

CCR Revival Band

CCR Revival Band

GWD vs. TSV Dormagen

Montag, den 10. November 2008

Die Spannung vor dem heutigen Spiel gegen den TSV Dormagen war in der Kampa-Halle mit Händen zu Greifen. Die absolut lustlose Vorstellung gegen Zwangsabsteiger Essen hat die Mannschaft und mit ihr vor allen Dingen den Trainer in die sprichwörtliche Ecke getrieben. Als Ausweg blieb nur die Flucht nach vorn, ein überzeugender Sieg gegen Aufsteiger TSV Dormagen.

Der Trailer, elementares Bestandteil des GWD-Einlaufs seit Anfang der letzten Saison wurde nach den schlechten Leistungen ausgesetzt, aus „technischen Gründen“, wie es hieß. Lediglich die Einlaufmusik, Rofo’s Theme, erschallte gewohnt lautstark über unsere Trailerstacks.

Apollo

Stephan Just erzeugte gewohnt viel Unruhe am Kreis – 3 Treffer konnte er trotz lädiertem Rücken beisteuern.

Die Spieler rund um den Rückraum Hegemann/Haaß zeigten sich in den ersten Minuten des Spiels hochmotiviert, nach acht Minuten lag GWD 4:0 vorne. Dass es nach zwölf Minuten 4:4 stand ließ viele Beobachter Böses ahnen. Doch weit gefehlt, die Grün-Weissen vermochten sich einen komfortablen Vorsprung herauszuspielen. Spätestens in der zweiten Halbzeit beim Stand von 27:20 waren sich alle sicher, dass hier nichts mehr anbrennen konnte.

Attacke

Angriffslustig – Hegemann, Hendriksson, Ingimundarson, Haaß

Herausragend neben Michael Hegemann (9 Tore) und Michael Haaß (5) war wieder einmal Svenn-Erik Medhus, der sich zu einem wahren Hexer im Mindener Tor entwickelt. Zu einem gelungenen Einstand kam aber auch sein Ersatzmann Nils Dresrüsse. Der Jugend-Nationaltorhüter parierte in der 40. Minute seinen ersten Bundesliga-Siebenmeter. Ein Erfolgserlebnis, dem in Zukunft wohl noch viele folgen sollen.

Nils Dresrüsse

Youngster Nils Dresrüsse

Die perfekte Show

Mittwoch, den 5. November 2008

Politisches gehört eigentlich nicht in diesen Blog. Ebensowenig Beiträge von Veranstaltungen, mit denen wir von Lange & Ohlemeyer nichts zu tun gehabt haben. Dennoch, unter der Rubrik “Tipps für Veranstalter” sei heute einmal der Hinweis auf die vielen Sondersendungen im deutschen Fernsehen gestattet, die sich mit der Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten beschäftigen.
Dachte man schon bei den letzten Wahlen von George W. Bush, die Inszenierung von Politik hätte einen nicht mehr zu toppenden Höhepunkt erreicht, so wurde man heuer doch eines besseren belehrt.

Barack Obama

Barack Obama – perfekt in Szene gesetzt

Barack Obama ist de facto ein Popstar. Uns Europäern ist dieses Zusammenspiel von Medien, moderner Technik und Politik aufgrund unserer Vergangenheit zurecht wohl immer etwas verdächtig. Dennoch, mit Obama und seinem “Staff” hat ein Team die Wahl gewonnen, dass es mit perfektem Timing und perfektem Setting geschafft hat, ein ganzes Land zu euphorisieren.
Unser Tipp für alle diejenigen, die sich im Eventbusiness tummeln kann daher nur lauten: Lernen von den Großen. Hier werden perfekte Veranstaltungen vorgeführt und wir alle können, was das handwerkliche angeht, sehr viel davon mitnehmen. Auch ein Blick auf Obamas Homepage sei empfohlen, hier sind viele unterschiedliche Medien anklick- und herunterladbar, ein guter Überblick über eine wie geölt laufende Event- und Medienmaschinerie.

Zum Thema Übermediasierung und Nachrichteninszenierung hier ein kurzes Video aus der hervorragenden Daily Show with Jon Stewart.

Die Free Steps auf dem VSK-Novemberball ’08 in Osterholz-Scharmbeck

Montag, den 3. November 2008

Es ist wirklich schön, an Orte zurückzukehren, an denen man immer wieder willkommen ist. Zwar stand in diesem, anders als im letzten Jahr kein Wappenbulle auf der Bühne, dafür präsentierte sich das Free Steps Orchestra in Bestbesetzung und absoluter Höchstform.

Festlich in Osterholz-Scharmbeck

Festlich in Osterholz-Scharmbeck

Man hatte zwar grad den anstrengenden Bremer Freimarkt hinter sich gebracht, das störte Ellen & Co. aber überhaupt nicht. Im Gegenteil, in schickem Gala-Outfit wurde zunächst mit feinster Tanzmusik das absolute Kontrastprogramm zum “Aufgepasst-und-Mitgemacht”-Partyfieber im Hansezelt geboten, das aber nicht minder erfolgreich. Die Tanzfläche war von Anfang an gerammelt voll und wurde bis kurz vor 4 Uhr morgens auch nicht wirklich leerer. Der Beweis dafür, dass hier wahre Profis am Werk waren

Ellen Kaiser

Ellen weiss, wo’s lang geht

Die Tontechnik kam wie immer von unseren lieben Freunden von Acoustic Sound, während man im Lichtbereich auf die Dienste von Mike Möllers Light & Sound Machine zurückgriff. Viele Jobs erfordern halt viel Technik.

Free Steps

Die Steps

Anders als im Vorjahr gab’s im Bassbereich das komplette Pfund, vier TSE Infras sorgten nach einiger Raumentzerrung für erstaunlich präzisen Bass unter insgesamt vier Line 212-6-Topteilen von Kling & Freitag. Das komplette Signalmanagement lief im Yamaha LS9-32 am FoH zusammen. Lediglich ein kleines “Geschmacks-Outboard-Set” mit Lexicon PCM 70 und TC Electronic D-Two hatte sich FoH-Tech Thomas Lange zurechtgestellt.

Monitorrack

Stagebox, Monitor- und Amprack

Die Mischung aus netten Leuten, einer Super-Band, guter Technik und feinstem Ambiente machte auch in diesem Jahr wieder den VSK-Novemberball zu einem tollen Erlebnis. Wer hier nicht dabei war, hat definitiv etwas verpasst.

Party - Disco-Style

Party – funky Disco-Style