Monatsarchiv für Juni 2009

Barbara Dennerlein in Bad Oeynhausen

Dienstag, den 23. Juni 2009

Am 19.6.2009 gab die bekannte Jazz-Organistin Barbara Dennerlein ein Gastspiel in der Auferstehungskirche Bad Oeynhausen. Eingeladen hatte der Kirchenkreis Vlotho, der somit der in diesem Jahr 50 Jahre alt werdenden Kirchenorgel ein “Geburtstagsgeschenk” machen wollte.

Auferstehungskirche

Die schon lange vor dem Beginn gut gefüllte Auferstehungskirche in Bad Oeynhausen

Über 600 interessierte Zuhörer hatten sich am Oeynhauser Ostkorso eingefunden um dem Programm Church meets Jazz zu lauschen. Den ersten Veranstaltungsteil bestritt Frau Dennerlein auf dem “Geburtstagskind”, also der Pfeifenorgel der Auferstehungskirche. Das waren schon sehr ungewöhnliche Töne, die der Ott-Orgel entlockt wurden, aber, und darauf wies Kantor Harald Sieger besonders hin, darauf hatte die Orgel schon lange gewartet.

Damit die 500 Besucher, die im Kirchenschiff und auf der Empore Sitzplätze gefunden hatten, auch hier schon einen optischen Eindruck vom virtuosen Spiel der Organistin bekommen konnten, wurde von Lange & Ohlemeyer neben der gesamten Ton- und Lichttechnik auch eine Videoübertragung sozusagen von der Orgelbank zum Altar (wo sich eine 3 Meter breite Leinwand befand) realisiert. Das gute Kameralicht wurde von einer 500W Tec Curva Stufenlinse ermöglicht, die Kamera selber war eine Sony VX2100 3-CCD Digitalkamera mit zugehörigem Manfrotto-Stativsystem.

Barbara Dennerlein

Barbara Dennerlein am Manual der Ott-Orgel

Zum Einsatz kam die Tonanlage bestehend aus vier Acoustic Line Seeburg A8 und vier B1801 als Haupt-PA und vier A4 als Delaylines bis zu diesem Zeitpunkt nur als Sprachanlage für Frau Dennerleins Ansagen.
Im zweiten Teil ging’s dann an der Hammondorgel weiter - hier kam dann das komplette Musikprogramm über unsere PA. Techniker Kilian hatte leichtes Spiel am Yamaha 01V96, schraubte ein paar tiefe Frequenzen aus der halligen Kirche - und schon gab’s einen wirklich schönen Sound, der im Laufe des Abends sehr viel Lob erntete. Guter Mann, gutes Equipment.

Blick von oben auf die Bühne

Der Blick von der seitlichen Empore auf die Bühne

Das Licht wurde an diesem Abend der kirchlichen Location angemessen dezent mit Stufenlinsen von vorne gestaltet, warme Töne setzten die Hauptperson und ihr Instrument vor dem schönen Hintergrund des Kirchenfensters stimmungsvoll in Szene.

Das Konzert in Oeynhausen war ein voller Erfolg und die Presse war ebenso voll des Lobes für den gelungenen Abend. Und zum Dank, dass wir die schwere B3 mit ins Auto wuchten halfen, rollte Techniker Kilian noch ein paar Kabel für uns mit auf. Was will man eigentlich mehr?

Ente gut, alles gut!

Dienstag, den 16. Juni 2009

Der geneigte Leser wird gemerkt haben: Im Moment sind unsere Blog-Einträge etwas sporadischer. Der Grund: Zeitmangel! Wir haben im Moment wirklich alle Hände voll zu tun. Umso lustiger im manchmal stressigen Arbeitstag, wenn einem eine solche Überraschung wiederfährt:

Mama Ente nebst Kinderschar steht plötzlich im Büro, schnattern, gucken, drehen eine Ehrenrunde durch die Lagerhalle, und konnten dann mit viel Geduld endlich wieder ins Freie befördert werden.

Das Enten-Navi war wohl fehlerhaft, zumindest gibt es bei uns weit und breit kein Gewässer…

Local Heroes Regionalentscheid Nienburg

Sonntag, den 14. Juni 2009

Der Local Heroes Contest ist der bekannteste Nachwuchswettbewerb Deutschland im “Battle of the Bands”-Stil. Die Guano Apes, ehemals eine der erfolgreichsten deutschen Rockbands, haben einst bei Local Heroes gewonnen.

Für unseren netten Kollegen Michael Suhr haben wir die FoH-Mischung beim Nienburger Regionalvorentscheid im örtlichen Kulturwerk übernommen.

Mr. AwenS

Mr. AwenS

Das Panorama der teilnehmenden Bands reichte von den Newcomern von 4-cycle Engine bis zu den selbsternannten “Rock-Opas” von HOS (Heart of Steel), die schon seit zehn Jahren eine beständige Größe in Nienburgs Szene sind. Neben Ihnen spielten Melodic Inc., Mr. AwenS, Slightly Perfect und D-Press, letztere übrigens ihren letzten Gig.

HOS

Frontmann Frank von HOS

Das FoH-Material war dem Back to the Roots-Gedanken der meisten Bands angepasst. Ein 24-kanäliges GL2000 wurde von drei dbx266 und je einem TC M300 und M350 ergänzt. Die EQs 2231 und 231 kamen ebenfalls von dbx. Von hier wurden neben dem FoH-Mix auch das Vierwege-Monitorsystem beschickt.

Die Auswahl des Gewinners fiel der Jury und dem Publikum sicherlich nicht leicht und es scheint am Ende auch ganz knapp gewesen zu sein. Die Wartezeit bis zur Entscheidung verkürzten die Vorjahressieger Acid Queen - und wie - Jody und die Jungs erinnern an die guten alten Zeiten des Hard Rock und manchmal glaubt man doch dass da Slash und Duff von den Ur-Guns ‘n Roses auf der Bühne stehen.

Das GL2000

FoH-Pult GL2000

Dann kam die Entscheidung. Auf Platz drei kamen Mr. AwenS, die neben gutem Songwriting auch Special-Effect-LED-Hosen (!) zu bieten hatten. Platz zwei nahmen Melodic Inc. ein. Hardcore alter Schule wird hier mit Akustik-Gitarre vermischt - und man kommt nicht umhin optisch und ein wenig stimmlich an den verstorbenen Johnny Cash erinnert zu werden. Laut aber gut. Und gewonnen haben mit ihrem Death Metal dann doch die “Opas” - Heart of Steel. Frontmann Frank war sichtlich berührt und nach kurzer Umbaupause gabs die heiss ersehnte Zugabe, auch wenn sich während des Auftritts einige elektronische Hilfsmittel (Drumpad) in ihre Einzelteile zerlegt hatten. Dieser Contest zeigt mal wieder, trotz HipHop und Techno , Rock ‘n Roll never dies - man muss nur mal wieder zuhören gehen.

Top40 auf hohem Niveau

Freitag, den 12. Juni 2009

Eine der populärsten und beliebtesten Top40-Bands im Norden Deutschlands ist zweifellos Piccadilly. Die sieben Musiker aus dem Raum Bremen / Oldenburg ist schon seit Jahren Vorreiter in Sachen perfekte Unterhaltung. Während des Gildefests in Wildeshausen durften unser Tonmann Thomas Lange die “Pics” am FoH-Pult unterstützen, da unser lieber Kollege Mattes krank ans Bett gefesselt war. Wir hoffen das Wochenende “off” hat der Genesung gut getan.

Piccadilly

Piccadilly

Bei der Piccadilly-Besetzung fallen wohl grad den Männern zunächst Britta und Yvonne, die beiden stimmstarken Frontfrauen auf. Dazu kommen die Entertainer / Sänger Dieter und Ralf, letzterer bedient ausserdem den Bass. Dazu kommen Mathias an den Drums, Günther an der Gitarre und Michael, der die Keyboards bedient. Ein kleines Gewinnspiel sei an dieser Stelle erlaubt. Alle wissen, dass die Musikszene Norddeutschlands relativ klein und familiär ist. Wer uns als Kommentar in diesem Blog die “Verwandtschaft” der “Pics” mit mind. drei der folgenden Bands darlegen kann, gewinnt einen L&O Kugelschreiber plus freiem Kaffee bei Abholung an der Halle: Mirage, Streetlife, Free Steps Orchestra, United Four.

Aber, wir wären ja hier nicht im Lange & Ohlemeyer Blog, wenn wir nicht noch auf ein paar technische Besonderheiten hinweisen würden.

Auffällig ist bei Piccadilly die aufgeräumte Bühne und die auf den ersten Blick “sparsame” Beleuchtung. Sparsam ist es ungefähr so lange, bis Lichtmann Speedy die kleinen Moving-Heads anwirft. Das sind nämlich sechs GLP Impression - so aufgehängt dass der weisse Backdrop zu einem weiten Farbenmeer wird. Ein schönes, modernes Lichtkonzept, dass sehr edel wirkt.

FoH-Blick

Blick vom FoH

Es war ein schöner Abend in Wildeshausen, auch die db-Begrenzung von 85 db am FoH (der allerdings sehr weit von der Tanzfläche entfernt war) konnte daran nichts ändern.

Mirage im Mai

Dienstag, den 2. Juni 2009

Im Mai 2009 ging natürlich auch unsere Arbeit für Mirage weiter - und wie. So spielte man bei der KLJB in Recklinghausen, bei denen man bereits im letzten Jahr die Bude gerockt hatte. Und dieses Jahr stand dem in Nichts nach. Besonders hervorzuheben ist die Gastfreundlichkeit der KLJBler, wir wurden sehr nett aufgenommen - und die Band dankte es mit Party bis zum Umfallen. Es wurde auf Tischen und Theken getanzt. Und einen neuen Auf- und Abbauzeitrekord gab es auch noch.

Jacky

Jacky

Das Highlight des bisherigen Jahres gab es pünktlich zu Pfingsten. Der Jungschützenverein Brünen beging sein traditionelles Pfingstschützenfest. Veranstaltungsort war, für uns auch nicht ganz üblich, die örtliche Reithalle, die aber scheinbar öfter als Partylocation dient.

Im Griff

Beschwörungsformeln mit Tom

Mirage taten also auch hier das, was sie am besten können - und das mit soviel Erfolg, dass am Schluss ganz Brünen auf den Tischen stand - und erst nach 4 Uhr morgens und mit eingeschaltetem Saallicht das letzte Lied gespielt wurde. Wir kommen gerne wieder.

Der Tom

Tom

Am Schlagzeug durfte Matthias Möller zeigen, was er kann - und er kann. Auch soundtechnisch war sein Yamaha-Drumkit ganz weit vorn. “Dicke Trommeln” par excellence. Besonders war diese Veranstaltung nicht nur durch das optimale Zusammenspiel von Band und Technik - sondern auch durch die „dritte PA-Seite“. De Facto bespielte Mirage neben der Tanzfläche auch den Königsthron, wo sich besagte Tische befanden. Hier musste natürlich mit PA-Fills für optimalen Sound gesorgt werden. Das dies sehr gut funktioniert hat man an den sehr begeisterten Reaktionen gemerkt. Mission Erfüllt.

Bad im Licht

Melanie im rechten Licht