Monatsarchiv für August 2009

Summer Wave Festival

Montag, den 31. August 2009

Das beschauliche Örtchen Eystrup verwandelt sich einmal im Jahr für ein Mekka der Freunde elektronischer Musik, nämlich wenn das “Summer Wave”-Festival seine Pforten öffnet. Die Location ist ‘mitten im Wald’ auf einem abgelegenen, ehemaligen Militärgelände.
Und den Besuchern wird einiges geboten: So gibt es DJ-Areas in zwei Zirkuszelten, ein Flugzeughangar, und nicht zuletzt die “Main Stage”, eine Open-Air Bühne. Das Line-Up konnte sich sehen lassen: Paul Kalkbrenner, Lützenkirchen, Boogie Pimps sind nur einige ‘große Namen’. Für die technische Ausstattung waren unsere langjährigen Kollegen von J&C Music verantwortlich. Für die Austattung der Main Stage mit Tontechnik, sowie personelle und materielle Unterstützung wurden wir mit ins Boot geholt und Manuel Ohlemeyer brachte als Operator die Hauptbühne zum Leuchten.

Die “Main Stage”

Und hier gab es einiges zum Leuchten: Blickfang war sicherlich der an der Bühnenrückseite angebrachte LED-Vorhang. Ähnlich einer Videowall ist er komplett mit LEDs bestückt (Pixelpitch 20 mm) und voll videofähig. Er hat eine Größe von 9 m² und überzeugte durch einfaches Handling und eine überraschende Helligkeit.
Für die Grundbeleuchtung der Bühne wurden 12 Litecraft LED-Bars in die Prolyte-Bühne gehängt. Weiterhin gab es vier iSpot 575 EB, vier iWash 575 EB, zwei Clay Paky Stage Zoom 1200, drei 4Lite-Blinder und 16 LED-Washer von Professional Stage Lighting, bestückt mit 36×3W LEDs und für Ihre Größe sehr hell und flink:

LED-Washer mit 36×3W LEDs

Sowohl der Videovorhang als auch die LED-Washer, deren Zahl demnächst noch deutlich aufgestockt wird, sind ab sofort über unseren Vermietpark verfügbar.

Die Ansteuerung der Lichttechnik übernahm eine MagicQ Maxi Wing-Konsole. Ergänzt wurde die Lichtanlage mit zwei 8W-Lasern einer Berliner Laser-Firma, die für beeindruckende Effekte sorgte.

Die Bühne mit seitlichen Video-Flächen und PA-Türmen

Für die Videotechnik sorgte ein VJ für die passenden Bilder, dieser bespielte neben dem LED-Wall auch zwei seitlich der Bühne angebrachte Flächen aus Trevira CS-Stoff, die per Rückpro von zwei Beamern mit 8000 Ansilumen ‘befeuert’ wurden.

Tontechnisch wurde einiges aufgefahren: In zwei eigens dafür errichteten Layher-Gerüsttürmen hingen pro Seite sechs Elemente cadenbach die 2.12, unterstützt von insgesamt acht cadenbach 3CD-Bässen 3×18″. Angetrieben wurde das System von drei Systemampings mit jeweils 3x Q4 Audio DP 40-Endstufen. Veranstalter und Gäste zeigten sich beeindruckt von Klang und Leistung des Systems, das den großen Platz homogen und laut(!) bespielte.

Blick von der Bühne: Headliner Paul Kalkbrenner in Action

Auch die anderen Locations waren “nicht ohne”. Das große Zirkuszelt beispielsweise wurde mit 16 Moving-Beamern und 10 Widescreen-Plasmas ausgestattet, tontechnisch gab es Seeburg Acoustic Line mit zwei Infras, acht B1801 und vier K2-Tops.

Das Summerwave war tatsächlich eine überaus beeindruckende Veranstaltung, nicht nur von der technischen Ausstattung und den auftretenden Künstlern her, auch die Atmosphäre war einmalig und der Blick übers Lichtpult auf ein solches Menschenmeer bekommt man nicht alle Tage zu sehen.

Der richtige Platz für den FoH

Mittwoch, den 26. August 2009

FoH - diese Abkürzung, über die sich mancher Laie wundert, kommt aus dem englischen und bedeutet “Front of House”. Sie bezeichnet in der Veranstaltungstechnik den Platz des Mischpults für den Publikumston und der Licht-/Videopulte für das Bühnenlicht/-video. Neben diesem FoH-Platz gibt es gerne noch den Mischpultplatz neben / auf der Bühne, der die Versorgung der Musiker mit Monitorsignalen sicherstellt. Sollte dieser Platz nicht vorhanden sein, wird meist beides von der “Front”, also vom FoH aus gemacht.

Wenn der Blick vom FoH so aussieht...

Wenn der Ausblick vom FoH aus so aussieht läuft definitiv was falsch - nicht nur wegen der vielen Kinder auf der Bühne…

Idealerweise ist der FoH-Platz an der Spitze eines Stereo-Dreiecks, platziert. Also mittig, vor der Bühne in der gleichen Entfernung, in der die Lautsprecher links und rechts der Bühne zueinander stehen. Hier ist die optimale “Hörposition” für den Tontechniker der Band, der optimalen Sound für das Publikum garantieren soll. Nur so wird den hohen Soundansprüchen der heutigen Hörergeneration Rechnung getragen. Auch wenn sich einige ältere Musiker damit rühmen früher mehrere Tausend Zuhörer mit nur 2 kleinen Boxen und einem Gitarrenverstärker versorgt zu haben - Soundmäßig war das mehr als mies - die Zeiten aber andere.
Heute wird von Bands ein hoher Soundstandard erwartet, wer den nicht liefern kann, ist bald weg vom Fenster.

Doch in letzter Zeit scheint sich gerade bei Veranstaltern von kleineren bis mittleren Veranstaltungen die Meinung einzuschleichen, dass der Mann am Mischpult irgendwo stehen kann, aber nicht dort wo er etwas hört. Mischpultplätze befinden sich an Zeltseiten, auf Traversentowern, über Theken, hinter, neben oder gar unter der Bühne. Gerade im Fall des “Thekentowers” soll dabei aber immer ein Top-Sound abgeliefert werden - nur mit der tonalen Realität haben diese Plätze knapp unter dem Dach wenig zu tun.
Mit digitalen Pulten kam auch die Verwendung des WLAN-FoH in Mode, ein Tablet-PC ermöglicht das Mischen, während das Pult ganz woanders steht. Diese Lösung ist immer ein Kompromiss, der besser ist, als das Arbeiten fernab des Publikums, aber immer noch arbeitsergonomische Tücken hat.

Von uns als Dienstleister daher der Tip: Sorgen sie für einen ordentlichen FoH. Die Gäste werden es ihnen danken, ihre Veranstaltungen werden besser besucht, wenn man sich nicht über kompromissbehafteten Sound ärgern muss. Und auch Dienstleister wie wir sind für eine bessere Arbeitsumgebung dankbar. Digitalpulte und digitale Multicores haben den Weg zu kleineren FoH-Plätzen geöffnet. Lassen sie die nötigen 3-4 qm auf ihrem Veranstaltungsgelände zu. Es lohnt sich.

Allen & Heath iLive T - System

Mittwoch, den 19. August 2009

Neuestes “Kind” in unserem Materialpark ist ein Allen & Heath iLive T - System, mit einem T112 Surface, sowie einem iDR48-Mixrack.
Das iLive T ist der kleine Bruder des großen, vollmodularen iLive-Systems, das von Allen & Heath seit einigen Jahren erfolgreich vertrieben wird.

Das Surface im Einsatz auf dem Stoppelmarkt

Das T112-Surface im Einsatz auf dem Stoppelmarkt

Das eigentliche “Pult” sitzt bei allen iLive-Systemen im Mixrack, also dem Gerät, das die Stagebox ersetzt. Das Surface ist dabei “nur” die Bedienoberfläche dieser “DSP-Box”. Am Surface der T-Serie selber sind nur 16 Eingänge und 12 Ausgänge verwendbar, am Mixrack in der von uns verwendeten Version stehen allerdings 48 (!) Eingänge und 24 (!!!) Ausgänge zur Verfügung. Verbunden werden die beiden Geräte via eines Netzwerkkabels, dass bis zu 120 Meter lang sein darf. Insgesamt kommt man bei unserem iLive also auf eine stattliche Anzahl von 64 Eingängen und 32 Ausgängen. Und diese sind frei belegbar. Wenn man 30 Auxwege mit dem iLive machen möchte - kein Problem. Ebenso gut würde aber eine der Praxis nähere Lösung mit zehn Mono-Aux, sechs Stereo-Aux, 6 Effektwegen und 2 Matrixwegen funktionieren. Oder lieber nur 8 x Mono-Aux, dafür 8 x Matrix und zusätzlich 6 Subgruppen? Oder 8 Effektwege, 10 Stereo-Aux und 2 Subgruppen? Oder…? Die Kombinationsmöglichkeiten sind fast unendlich und passen sich dem aktuellen Beschallungsjob an - so wie es eigentlich sein sollte.

Das Mixrack - 48 Inputs, 24 Outputs

Das iDR 48 Mixrack - 48 Inputs, 24 Outputs

Im iLive trennt man, anders als bei einem großen japanischen Mitbewerber, das Selektieren der Kanäle vom Mix. So sind zwei Tasten pro Kanal vorhanden, die alle Funktionen eröffnen. Select schaltet das Processing “scharf”, nun hat man auf den übersichtlichen LED-Anzeigen und Drehgebern oberhalb der Fader jede erdenkliche Möglichkeit, das Signal zu bearbeiten. Der PreAmp ist natürlich speicherbar, inkl. PhantomPower, PAD und Phasendrehung, danach durchläuft das Signal den HPF (regelbar), das Gate, den Vierband-EQ mit Vollparametrik, den Kompressor und am Schluss den Limiter/Deesser. Alle Funktionen liegen hier auf Drehreglern, man muss also nicht umständlich durch Step, Turn & Click an die entsprechende Stelle und den Wert im Display einstellen. Alle Funktionen liegen natürlich auch auf dem Touchscreen - doch diesen vergisst man nach kurzer Zeit des Mischens mit dem iLive.

Auch im Dunkeln gut lesbar

Die digital benennbaren und farbig markierbaren Kanalzüge sorgen für viel Übersicht - auch im Dunkeln

Per Mix-Taste kann man nun Inputs auf bestimmte Auxe oder Effekte schicken. Das Funktioniert dabei in beide Richtungen - einmal Mix am Input-Kanal gedrückt, schon schieben sich die Regler der Busse als Busfader - oder umgekehrt, Mix am Bus gedrückt - und man hat das klassische Sends on Fader.
Alle Mixbusse verfügen über einen graphischen Terz-Band-EQ, der per GEQ Fader Flip auf die Fader der iLive gelegt werden kann. Ausserdem stehen 8 (!) interne Effektwege zur Verfügung, deren Anzahl völlig unabhängig von der der Auxwege ist. Die Effekte sind allesamt Eigenentwicklungen von A&H, die sich allerdings an die Effekte bekannter Hersteller anlehnen. So findet man einen Hall “480 Live” oder auch einen “Symphonic”-Effekt, der allein der optischen Aufmachung nach einem SPX-Gerät mehr als ähnlich sieht.

Alles im Blick - das Kanalprocessing

Alles im Blick - das Kanalprocessing

Das iLive T ist ein wertvolles Werkzeug im alltäglichen Soundgeschäft und steht ab sofort in unserem Vermietpark zur Verfügung. Alle Features hier aufzuzählen würde wirklich den Rahmen sprengen, überzeugen sie sich lieber selbst davon, dass das iLive viel mehr kann, als alle Mitbewerberpulte in der gleichen Preisklasse. Wir empfehlen allen interessierten Usern eine kurze Einführung durch unseren “iLive-Spezi” Thomas Lange. Das System kommt selbst natürlich in roadtauglichen Cases, inklusive Zuspieler und Zubehör.

Flying Soul Toasters auf dem Stoppelmarkt

Montag, den 17. August 2009

Am 16.08. diesen Jahres gaben sich die Bremer Flying Soul Toasters ein Stelldichein auf dem Stoppelmarkt in Vechta. Das “Stratmann’s”-Zelt wird von unseren Freunden von der Light & Sound Machine technisch betreut und wir von Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik trugen unseren Teil in Sachen FoH-Technik gerne zum Gelingen der Veranstaltung bei.

Die Flying Soul Toasters

Die Flying Soul Toasters

Die Flying Soul Toasters sind eine Soul-Combo in klassischer Besetzung mit vierköpfigem Bläsereinsatz und vier Sängern, dazu die Rhythmussektion mit Schlagzeug und Bass, sowie Keyboard und Gitarre. Mit 12 Leuten ist die Bühne also gut gefüllt. Die Band spielt die Songs die man von den “Großen” kennt, James Brown, Otis Redding, Aretha Franklin und den “Nachgewachsenen”, die das Kino umso Größer gemacht hat - namentlich The Commitments und die Blues Brothers. Und was da von der Bühne kommt kann sich wirklich hören und sehen lassen. Musikalisch sehr versiert, ganz eng an den Vorbildern, braucht sich die Combo auf keinen Fall hinter anderen Bands zu verstecken. Eine gesunde Portion Humor rundet das Ganze ab, was will man mehr? Gute Band und eine Empfehlung wenn man im Großraum Bremen mal einen schönen Abend mit feiner Musik verbringen will.

Sängerin Steffi

Sängerin Steffi

Damit das musikalische Paket auch richtig rüberkommt, haben die Toasters ihren Mischer Jan-Willem Bruckmeyer immer im Gepäck. Der zauberte trotz einer absurden Lautstärkebegrenzung im Zelt einen schönen Sound aus dem Cadenbach-LineArray und zeigte sich auch mit der von uns verwendeten FoH- und Mikrofontechnik sehr glücklich.

The Sexy Horns

The Sexy Horns

Die Mischzentrale war, nun fast schon Standard bei uns, das Allen & Heath iLive T112-System. Das Surface wurde auf dem FoH-Tower aufgebaut, das Mixrack stand auf der Bühne, verbunden nur durch ein Cat.6-Kabel. Die Jungs von LSM haben es uns gedankt, entfiel so das lästige “Kupferziehen” (Multicore!).
Der Flexibilität des iLive ist es zu verdanken, dass wir spontan die Monitorwege der Band von vier auf sieben aufgestocken konnten, um jeden der InEar-bestückten Instrumentalisten mit einem eigenen Mix zu versorgen. Kurzfristig haben wir auch die Pultstruktur geändert, ein großer Vorteil der offenen Architektur des Pultes ist eben die freie Zuweisbarkeit von Fadern und Kanalzügen. Mischer und Band zeigten sich sehr begeistert und obwohl es für Tonmann Jan-Willem das “erste Mal” an der iLive gewesen ist, waren bereits nach dem Soundcheck alle Fragen geklärt - und der Einstieg laut eigener Aussage wesentlich flüssiger als bei ähnlichen Digitalkonsolen anderer Hersteller.

Sven

Frontmann Sven

Wir geben Stoff!

Mittwoch, den 12. August 2009

In letzter Zeit haben wir reichlich in “stoffliche” Mietartikel investiert und so können wir zwei Neuerungen auf diesem Gebiet ankündigen:
Für alle, die hoch hinaus wollen, können wir nun als einziger Verleiher in der Umgebung 24 lfdm. schwarzen Backdrop in einer Höhe von 9m anbieten. Die Standard-Backdrophöhen sind meistens 5m oder 6m, mit diesem Vorhang reicht’s aber auch für etwas höhere Hallen. Es handelt sich um 300g/m²-Molton, flammenhemmend imprägniert nach DIN 4102 B1, und zweiseitig geöst und mit Spannfix ausgestattet.

Trevira-Stillleben

Auch die Abteilung Deko hat kräftig zugelegt: Eine spezielle Art der Kunstfaser Trevira CS mit hervorragenden Auf- und Rückprojektionseigenschaften für Lichtquellen aller Art hat den Weg in unseren Vermietpark gefunden, und zwar insgesamt 500 m², in den Breiten 3,20m sowie 5,20m. Der Vorhang ist ein hervorragendes Gestaltungsmittel, Beispiele kann man hier und hier anschauen.

Freie Stellen bei Lange & Ohlemeyer - Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik und EQJ-Platz

Montag, den 10. August 2009

Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik wächst weiter- und nun suchen wir wieder einmal Unterstützung.

Wir schreiben zwei neue Stellen für interessierte Bewerber aus.

Zum 01.09.2009 oder später suchen wir einen

Langzeitpraktikanten im Rahmen der EQJ-Initiative der Bundesagentur für Arbeit

Das EQ-Praktikum soll auf eine Berufsausbildung im Bereich der Veranstaltungstechnik vorbereiten. Infos zur Vergütung usw. finden Interessierte auf den Seiten der Arbeitsagentur

Zum 01.08.2010 suchen wir einen

Auszubildenden zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Die Bewerber/-innen für den Ausbildungsplatz sollten mindestens 18 Jahre alt sein, einen guten Schulabschluss vorweisen können und mind. Führerscheinklasse BE besitzen.
Die Arbeitszeiten schließen die Wochenenden ein, Flexibilität und Belastbarkeit sind in der Hinsicht ein Muss. Technisches Interesse sollte vorhanden sein. Ein mehrwöchiges Praktikum vor Beginn der Ausbildung ist obligatorisch.

Ab ins richtige Licht...

Viel mehr als nur Beleuchten - die Ausbildung zur Fachkraft für Veranstaltungstechnik

Eine kleine Übersicht über alles, was Sie bei uns als Ausbildungsbetrieb erwartet, finden Sie natürlich in diesem Blog, unter anderem in den Beiträgen zu unserer letzten Azubisuche. Wenn Sie sich in der obigen Beschreibung wiederfinden und ihre Zukunft in dem interessanten, spannenden aber auch anspruchsvollen Beruf des Veranstaltungstechnikers sehen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung. Diese richten Sie bitte schriftlich an:

Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik
Herr Manuel Ohlemeyer
Askanierweg 12b
32429 Minden

oder einfach per Email an:

info@lange-ohlemeyer.de

250 Jahre Schlacht bei Minden

Freitag, den 7. August 2009

Am 01. August 2009 jährte sich zum 250. Mal die Schlacht bei Minden. 1759 trafen auf der Mindener Heide französische und englische Truppen in einer der entscheidenden Schlachten des Siebenjährigen Krieges aufeinander. Mehrere Tausend Soldaten verloren hier ihr Leben. Für die Stadt Minden war dieser Jahrestag, der im englischsprachigen Raum viel präsenter ist als in Deutschland, Grund genug ein mehrtägiges, internationales Freundschaftsfest in und um Minden auszurichten.

Das

Das Nationenorchester beim 1st Minden Tattoo

Wir übernahmen dabei die Gewerke Beschallung beim 1st Minden Tattoo und dem Festakt auf dem Simeonsplatz, sowie beim Brückenschlag und Reenactment an der Weser. Ausserdem bekam der Veranstalter Minden Marketing für den Festakt von uns Dolmetschertechnik und Funkgeräte geliefert.

Der Festakt und das Tattoo fanden vorm Preussenmuseum statt

Der Festakt und das Tattoo fanden vorm Preussenmuseum, der ehemaligen Mindener Defensionskaserne, statt

Auf dem Simeonsplatz setzten wir für die Beschallung auf Acoustic Line K2-Topteile. Diese hatten schon beim Mindener Freischießen im letzten Jahr gute Dienste geleistet und wir konnten uns somit auf die Performance dieser Systeme verlassen. Insgesamt acht Stück dieser horngeladenen 12″/2″-Systeme wurden auf dem Platz verteilt. Am Freitagabend wurden so die Moderationen von Helmut Jäger und Hans-Jürgen Amtage für 6000 Besucher verständlich übertragen, am Samstag sprachen während des Festakts unter anderem Bürgermeister Michael Buhre und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers. Mikrofonseitig kamen für Redner, Moderatoren und Künstler unsere Systeme von Audio Technica zum Einsatz, namentlich die Handsender mit AT710 und AE4100er-Kapseln, sowie die AT892cW-Earsets.

Das neue iLive T112 Surface

Unser neues iLive T112-Surface

Verteilt wurden die Signale hier und auch später beim Reenactment auf Kanzler’s Weide durch unsere bereits angekündigte Neuerwerbung. Das Allen & Heath iLive T112 / iDR48-System machte eine Mehrzonen-Beschallung mit verschiedenen Delayzeiten an beiden Standorten zum Kinderspiel. Ein schönes Pult, das zurecht momentan so stark nachgefragt wird.

Beim Brückenschlag, den Oberstleutnant Neuber von der ortsansässigen Bundeswehr moderierte, kamen neben vier Acoustic Line A8 und zwei A4 für die Beschallung Weserufers diverse Crest-Amps und ein Yamaha 01V96 für die Signalverteilung zum Einsatz.

6000 Menschen waren beim 1st Minden Tattoo zu Gast

6000 Menschen waren beim 1st Minden Tattoo zu Gast

Das Hauptaugenmerk galt aber dem etwa einstündigen Reenactment auf Kanzler’s Weide, das von ca. 25000 Besuchern rundum bestaunt wurde. Die Reenactors hatten sich dazu in die Zeit um 1759 zurückversetzt und stellten in verschiedenen Szenen die Schlacht bei Minden sehr eindrucksvoll nach. Kanonenfeuer und Pulverdampf inklusive - nichts für schwache Nerven also.

AT A-49

Immer gute Übertragungswerte dank AT A-49 Absetzantennen

Beschallungstechnisch durfte es hier natürlich noch eine Nummer größer sein. Die Moderation, von Hans-Jürgen Amtage (Mindener Tageblatt) und Carsten Reuß (Preußenmuseum) sachkundig durchgeführt, erreichte das Ohr der Zuschauer auf der Haupttribüne via vier Acoustic Line Seeburg K2, für den Rest von Kanzler’s Weide wurden zwei Sechserarrays Cadenbach Acoustics die2.7 eingesetzt, die diese Aufgabe mit Bravour zu meistern wussten. Wie weiter oben bereits beschrieben, wurden alle Signale auch hier durch das iLive-System verwaltet, die Moderatoren verwendeten ebenfalls unsere Audio Technica Handsender des ATW3000er-Systems.

Zwei Dinge hat das Jubiläum der Schlacht bei Minden deutlich gemacht. Krieg ist und war nie etwas romantisches, sondern hatte immer vor allen Dingen mit Leiden zu tun. Umso besser ist es daher zu wissen, dass die damals verfeindeten Nationen heute enge Freunde und Partner sind, die dies auch anlässlich des Schlachtenjubiläums deutlich und eindrucksvoll unterstrichen haben. Wir haben gerne zu diesem Event der Freundschaft unseren Beitrag geleistet - besonders gern natürlich in unserer Heimatstadt Minden.

Dem geneigten Leser mag der Mangel an Fotos vom Reenactment ins Auge springen - aber keine Angst. Unsere lieben Kollegen von Wiese Foto & Film / Trendjournal-TV+ haben einige aktuelle Videos gedreht, in denen man sich den Umfang der Veranstaltung sehr gut verdeutlichen kann.

Es ist was los im Apfelgarten…

Dienstag, den 4. August 2009

…wenn es dort Sommer wird und das alljährliche Appletree Garden-Festival das beschauliche Diepholz in ein Mekka für Festivalfans verwandelt. Bereits zum dritten mal wird uns die Ehre zu teil, dieses besondere Festival mit Bühne, Licht und Ton ausstatten zu dürfen. Nicht nur die schöne Location und die familiäre Atmosphäre, auch die wirklich großartigen Bands machen die Durchführung dieser Veranstaltung zum Vergnügen.


Die Bühne

Als Neuerung gegenüber letztem Jahr wurde dieses mal eine größere Bühne aufgebaut, nämlich eine auf einem Ground-Support-System basierende Eurotruss-Bühne mit einer Spielfläche von 10×7 Metern. Sie ist die Zwischengröße zwischen der 8×6m-Vario Bühne vom letzten Jahr und den 12×10 m Prolyte-Dächern und kann von uns im Full-Service (Transport, Auf- und Abbau) zu günstigen Konditionen angemietet werden. Doch genug der Werbung.
Die technische Bestückung war ähnlich wie 2008 (Licht: 36x PAR 64, 4x ACL-Set, 7x 1 kW-Stufenlinse), lediglich im Tonbereich kam diesmal eine OHM-PA (vier 2×18″-Bässe und vier TRS 2×12″-Tops geflogen) und ein Soundcraft Series Two 32-8-2 Mischpult mitsamt Outboards zum Einsatz. Monitormäßig gab es bewährtes: sechs Acoustic Line A8 plus Drumfill sorgten für guten Bühnensound.


Kissogram mit Leuchtreklame

Musikalisch war es wie immer abwechslungsreich. Ein wenig Pech hatten die Veranstalter, weil gleich zwei Bands kurzfristig absagten (Dúné und Black Box Revolution), es konnte aber absolut adäquater Ersatz gefunden werden.

Los ging’s am Freitag mit The Morbid Minds und purer Gitarrenmusik. Ein perfekter Opener mit solidem Rock’n'roll, der richtig gut ‘nach vorne’ ging und neben sehr guten eigenen Stücken auch Klassiker wie “Johnny B Goode” enthielt.
Weiter ging’s mit Diego aus Karlsruhe, bekannt für eingängige Melodien und hymnische Popsongs.
Als Ersatz für Black Box Revolution sprangen Super 700 spontan ein, die bereits vor zwei Jahren ihre Qualitäten auf dem Appletree beweisen konnten.
Kissogram aus Berlin legten mit einem faszinierenden Stilmix zwischen Elektrobeats und Indieriot nach, und die Stimmung auf der Apfelwiese wurde immer ausgelassener.
Als Headliner des Freitags spielten Friska Viljor aus Schweden, die in einem kleinen Akustik-Set bereits am Nachmittag der treuen Fangemeinde einheizten und abends dann die Menge zum Toben brachten. Die Grundphilosophie der Band ist es tatsächlich, niemals nüchtern einen Song zu schreiben; das tut aber der Qualität keinen Abbruch, im Gegenteil, und das feuchtfröhliche Konzert endete erst nach vielen Zugaben.


Voller Einsatz: Handsome Furs

Auch am Samstag übertrumpfte musikalisch ein Highlight das andere, zu sehen waren u.a. Clickclickdecker, Handsome Furs oder Bonaparte. Da der Autor an diesem Tag nicht zugegen war, überlassen wir die Bandbeschreibungen lieber der offiziellen Homepage: www.appletreegarden.de. Dort gibt’s auch jede Menge Fotos, Videos und die Myspace-Seiten bzw. Homepages der Bands. (Übrigens: Vielen Dank an Kai-Uwe für die hier gezeigten Bilder).


Abgefahren: Bonaparte

Wer das Appletree noch nicht kennt, sollte es sich für 2010 schonmal rot im Kalender anstreichen, denn auch da wird es sich wieder lohnen, dabei zu sein. Die Veranstalter zogen dank Besucherrekord ein sehr positives Resümmee, auch technisch lief alles reibungslos-was will man also mehr?

Wir sehen uns im nächsten Jahr!


Pult-Impressionen