Monatsarchiv für September 2009

CCR Revival in Waren / Müritz

Montag, den 28. September 2009

Waren an der Müritz in Mecklenburg-Vorpommern beheimatet neben einer schönen Altstadt und einem idyllischen Hafen auch einen Standort der Smurfit Kappa Wellpappenwerke. Diese schenkten der Stadt Waren anlässlich ihres Betriebsfestes ein ganzes Open-Air Konzert mit den legendären Deutschrockern von City, als “Vorband” gewann man unsere Freunde von der CCR Revival Band. Und so ging es für Mischer Thomas Lange mit Backline und Gitarrist Jens Petersen an einem lauen Spätsommertag auf die 400 Kilometer weite Reise in Richtung MeckPom.

Soundcheck

Soundcheck mit der CCR Revival Band

In Waren wartete dann nicht nur besagter idyllischer Hafen als Veranstaltungsort, sondern auch eine große Bühne, schönes analoges FoH-Equipment und ein erstklassiges EAW KF730 Line-Array System. Der Soundcheck mit Peter, Rolli, Bernd und Jens , soviel darf man wohl verraten, läuft immer ein wenig “anders” als bei anderen Bands. Hier stehen halt viele Jahre Routine auf der Bühne - und das macht umso mehr Spaß. Gates und Kompressoren sind ein absolutes “NoGo”, auch wenn bisher so ziemlich jeder FoH-Betreuer etwas komisch guckte ob des ungewöhnlichen Setups. Und so wurden nur ein Hallprozessor TC M3000 und das TC D-Two aus dem örtlichen Siderack benutzt, alles andere an “Soundtuning” kam aus dem Soundcraft K2-Pult.

Spaß mit Jens und Peter

Jens und Peter fanden’s wohl auch ganz schön

Es ist für den Techniker natürlich besonders schön, wenn alle Faktoren optimal zusammenkommen. Wichtig für einen guten Sound ist bekanntlich zuerst die Band und dann die Wandler Mikrofone und Lautsprecher. Sowohl was den Spaß auf der Bühne als auch die Qualität des “abgelieferten” Musikinhalts angeht sind Peter und Freunde bekanntlich über jeden Zweifel erhaben. Die wirklich überragend klingende EAW-PA mit zwei “Hangs” aus je sechs Elementen KF730 konnte richtig schön und laut, mit den nur sechs gestackten SB850-Subs gab’s mehr als genug Sound für die schätzungsweise 2000 - 3000 Menschen auf dem großen Platz. Wirklich gute Stimmung bei Band, Publikum und nicht zuletzt Tontechniker war die Folge.

EAW KF730

Das EAW KF730

Die CCR Revival Band lieferte eine schöne musikalische Show quer durch die Diskografie der großen Vorbilder ab. Die Leute in Waren zeigten sich begeistert und feierten die Band eher wie den Hauptact als wie eine Vorband. Da darf man wohl gern mal wiederkommen, eine Fahrt die sich gelohnt hat.

Showtime

Showtime

Kirche in neuem Look

Mittwoch, den 23. September 2009

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Christuskirche Bad Eilsen veranstaltete die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Bad Eilsen ein “Lichterfest” im Rahmen eines Festwochenendes mit buntem Programm. Eines der Höhepunkte war, neben einem “Lichtlabyrinth” aus tausenden von Kerzen auf dem frisch eingeweihten Kirchenvorplatz, auch die farbige Beleuchtung des “Geburtstagskindes”, also der Christuskirche.

Für die technische Umsetzung wurden wir von Lange & Ohlemeyer ins Boot geholt. Kirchenturm und Kirchenschiff sollten in warme Farben getaucht werden, an den Turmrändern und den Säulen des Laubengangs setzten wir zusätzlich Akzente mit Gelbtönen.

Kirchenturm und Laubengang, im Vordergrund das Lichter-Labyrinth

Technisch wurde das ganze hauptsächlich mit Flutern umgesetzt: Insgesamt kamen 24 assymetrische HQI-Fluter mit je 150 W Leistung zum Einsatz, und zwar um die Kirche verteilt mit Erdspießen, sowie einige im Laubengang an Autopole-Klemmstangen und weitere zur Beleuchtung des oberen Kirchenschiffs am Dachrand montiert. Streiflichter für die Turmecken und die Säulen des Laubengangs besorgten PAR 64 1 kW, ebenso wie die Fluter in einer wassergeschützten IP65-Ausführung. Weitere Akzente setzte die Beleuchtung eines Reliefs an der Straßenseite, ebenfalls mit Outdoor-PARs 1 kW CP 60.

Blick von der Straßenseite mit Reliefbeleuchtung

So hatten die “Eilser” ihre Kirche lange nicht gesehen! Sowohl das Festwochenende als auch die Beleuchtung waren ein voller Erfolg, und wir haben gern unseren Teil dazu beigetragen. Vielen Dank auch an Ingmar Everding fürs zur Verfügung stellen der Fotos.

Mit Mirage in der Schweiz

Mittwoch, den 16. September 2009

Wer seine Hochzeit romantisch und stilvoll feiern will, der sollte darüber nachdenken in der Schweiz zu heiraten. Am vergangenen Wochenende durften wir unseren technischen Beitrag zu solch einer Hochzeit leisten.

Mirage - Die Hochzeitsband

Mirage

Geheiratet wurde in Braunwald im schönen Kanton Glarus. Braunwald ist ein ausgewiesener Luftkurort auf 1900 Metern Höhe in den Alpen gelegen. Hier ist der Verkehr von Autos und sonstigen verbrennungsmotorbetriebenen Fahrzeugen nicht erlaubt. Und so mussten Mirage, wir und Manuel Hirt von B&B Eventservice aus Stuttgart, der die Anlieferung der Anlage übernahm, das gesamte Equipment per Seilbahn von der Talstation Linthal ins 900 Meter höher gelegene Braunwald befördern. Auch wenn das mit einem gewissen Umstand verbunden war, so verlief die Logistik doch einfacher als gedacht - den Lastcontainern und den Mitarbeitern der Bahn in Linthal sei‘s gedankt.

A-Becken und E-Toms

Akustische Becken und Elektronische Toms - das Setup von Matthias Möller

In Braunwald angekommen wurde das gesamte Equipment auf zwei Elektrowagen verteilt und in das idyllisch gelegene Märchenhotel Bellevue der Familie Vogel gebracht. Ein kleiner Tip für die, die noch mit Technik in die Schweiz reisen wollen: Auch wenn der Transporteur sagt, das Hotel sei nur 500 Meter entfernt, auf jeden Fall sollten Sie das Angebot annehmen, ALLE Rollcases transportieren zu lassen. „Mal eben die paar Meter zum Hotel rollen“ wird nämlich ganz schön anstrengend, wenn die 500 Meter sich als Weg in die vertikale Richtung erweisen.

Idyllische Aussicht aus dem Hotel

Idyllische Aussicht vom Hotel aus - selbst mit Morgennebel

Die Hochzeit selber war wohl genau so, wie sich das Brautpaar es vorgestellt hat. Pünktlich zur Trauung verschwand der Nebel in Braunwald und mit Pferdekutschen ging es zur kleinen Kapelle. Nach dem anschliessenden Abendessen durfte dann mit Mirage kräftig gefeiert werden.

Die Party war scheinbar nicht so schlecht

Die Musik war scheinbar ganz ok…

Da die Zollbestimmungen der Schweiz für uns wohl kurzfristig nicht zum Tagesgeschäft werden, hatten wir die Kollegen von B&B mit der Stellung der PA- und Lichtanlage beauftragt. Diese lieferten nicht nur eine feine Anlage mit Acoustic Line B1801 Subs und TWAudio M15 Tops, Scheinwerfern von Arri und gut gepflegtem Drumherum, sondern auch mit Manuel Hirt einen netten und kompetenten Techniker. Danke nochmal für den guten Service auf diesem Wege.

Das Equipment auf Container-Reise

Das Equipment auf Container-Reise

Der FoH war auch bei dieser Veranstaltung eher neben der Bühne angesiedelt, da wir aber „nur“ 60 Gäste zu bespielen hatten, ergab sich nur jeweils ein kurzer Fußweg für Techniker Thomas Lange. Das FoH-Pult war unser Yamaha 01V96, diesmal aber komplett ohne Outboards, schließlich mussten neben dem FoH und dem Monitorpult (ebenfalls 01V96) auch Instrumente und Musikanten in die Schweiz transportiert werden.

Schlagwerker Matthias

Schlagwerker Matthias

Und noch ein kleiner Tip zum Abschluss für alle Schweizfahrer: Wer glaubt das Kamener Kreuz sei eine riesige Baustelle, der war noch nicht in Zürich. Die ganze Stadt (!) ist ein einziges Straßenbauloch und besser weiträumig zu umfahren. Dennoch war die Fahrt in die Schweiz ein schönes Erlebnis für uns und wir wünschen dem Brautpaar das die kommenden Jahre mindestens genauso schön werden wie die Hochzeitsfeier. Alles Gute von unserer Seite.

Melanie mit landesüblichem Haarschmuck

Melanie mit landestypischem Kopfschmuck

Gerd, Mickie und Holy Moly

Mittwoch, den 9. September 2009

Der Blasheimer Markt 2009 ist vorbei - und hat wieder einmal vier interessante Tage für uns im Zelt von Meier’s Deele mitgebracht. Für unsere lieben Kollegen von der Light & Sound Machine haben wir wie schon in den vergangenen zwei Jahren die komplette FoH-Betreuung im Vorzeigezelt des Marktes übernommen. Das Cadenbach PA-System wurde ebenso wie alle Delays, Fills und die Aussenbeschallung mit Signalen aus unserem A&H iLive T-System versorgt. Es ist schon praktisch bei solchen Beschallungen spontan 32 Ausspielwege für alle möglichen Zwecke nutzen zu können, ebenso wie die 64 Eingangskanäle sich durchaus bewährt haben. Mal eben noch zwei Monitorwege, zwei Gitarren und ein Rudel Funkmikrofone für “Blasheim sucht den Superstar” - kein Problem.

Mickie Krause

Mickie Krause filmt für Zuhause

Guido Niestrath und Mike Möller hatten einen für eine derartige Location wirklich besonderen Aufbau ins Zelt gebracht, ein riesiger Groundsupport bildete das zentrale Element. In diesem waren etliche konventionelle und intelligente Scheinwerfer verbaut, die für Tanzflächen und Zeltbeleuchtung sorgten. Dazu kam das Bühnendesign von Mike Möller, dessen Hauptbestandteil mehrere Projektionsflächen hinter der Band umfasste. Ein Sanyo XF45-Beamer projizierte hier Videocontent mit 10000 Ansi-Lumen, gesteuert wurde das System von einem Arkaos Medienserver-System.

Holy Moly - mal mit Michi vorn

Holy Moly - hier mal mit Michi vorn - “Mit 18″

Am Donnerstag startete das Partyzelt wie gewohnt mit Holy Moly die dann um 23 Uhr von Ballermann-Superstar Mickie Krause abgelöst wurden. Bereits am Donnerstag wurde von beiden Acts das Zelt ganz schön auf den Kopf gestellt, Familie Meier hatte den Verlust einiger Tische zu beklagen. Mickie Krause ist immer noch angesagt wie eh und je, sparte nicht mit Kollegenschelte (Michael Wendler) und hatte alle seine Hits im Gepäck. Auch wenn niemand wirklich zugeben würde, seine Musik zu hören - kennen tut die Songs doch jeder.

Nicole Neuhauser

Gewinnerin bei Blasheim sucht den Superstar - Nicole Neuhauser aus Minden

Holy Moly waren an allen Tagen bei Meier’s Deele vertreten und durften sowohl den ersten, wie auch den letzten Ton erklingen lassen. Die Stimmung war wie auf Abruf hervorragend, eine gute Band, der man die Lust am Spielen ansieht. Weiter so! Zwischen den Sets von Holy Moly sorgte DJ Jan Brosius aka JayBee am Donnerstag, Freitag und Samstag für moderne Tanzmusik mit “feinstem Elektrobrett”.

Holy Moly - großes Zelt, große Emotionen

Großes Zelt - große Emotionen

Die vielen Specials rund um Meier’s Deele umfassten die Wahlen zur Miss Lübbecke und dem neuen Blasheimer Superstar. Neue Miss Lübbecke ist mit Sarah Lohstroh erstmals eine Rahdenerin geworden. Die Gewinnerin der Show Blasheim sucht den Superstar kommt in diesem Jahr dagegen aus Minden - Nicole Neuhauser überzeugte mit Performances von “Big Spender” und “Pokerface” die Jury.

Altbundeskanzler Gerhard Schröder

Altbundeskanzler Gerhard Schröder

Unbestrittenes Highlight, sowohl für den Blasheimer Markt als auch für Festwirt Karlheinz Meier war der Besuch seines Duzfreundes Gerhard Schröder im Festzelt. Schröder wurde begeistert von den Anwesenden empfangen und zeigte sich volksnah wie eh und je. Stilecht wurde mit den Halblitern der Brauerei Barre umgegangen - und auch bei seiner Ansprache machte Schröder alles so, wie er es am besten kann. Ein wenig wie ein polterndes Alphamännchen, dabei aber charmant und witzig bleibend, watschte er sowohl den politischen Gegner wie auch Finanzmakler und Wirtschaftsverbände ab - die Gäste im Zelt fanden es großartig. Der Altbundeskanzler ist eine Koriphäe und obwohl Karlheinz Meier seine Wahlentscheidung für die kommende Bundestagswahl nicht verraten wollte - er war doch froh über die gut gelaufene Veranstaltung in seinem Festzelt.

Mirage im August

Donnerstag, den 3. September 2009

Im August war viel los, Schlacht bei Minden, Summer Wave Open Air, Appletreegarden Festival. Aber auch das Tagesgeschäft mit unseren persönlichen Lieblingsbands Timeless/CCR Revival, Holy Moly und natürlich Mirage ging weiter - und intensivierte sich pünktlich zur Hochsaison. Mit Mirage waren wir in ganz NRW unterwegs, unter anderem in Münster, Mettmann, Witten und Senden. Von der kleinen Privatparty bis zum großen Stadtfest mit bekannten Co-Acts war so ziemlich alles dabei, was eine Top40-Band erleben kann.

Highway to Hell

Highway to Hell

Dabei wurde auch von technischer Seite wieder einmal unter Beweis gestellt, dass Flexibiliät im heutigen Showgeschäft groß geschrieben wird. In Mettmann beim großen Jubiläumsfest der Regio-Bahn musste es ohne Soundcheck, aber auch ohne eigenes Material gehen. Die lieben Kollegen von VTW Wolff aus Bochum stellten PA und FoH für uns bereit - der erste Ton durfte aber erst nach den “Vorbands” Abenteuerland, Olaf Henning, Modern Talking Reloaded sowie dem umfangreichen Feuerwerk fallen. Der Vorhang fiel, alle Regler hoch, Sound gut, Party mit Mirage - 2 Stunden am Stück.

Schön bunt

In Farbe … und bunt

In Witten und Senden kam das erste Mal das neue iLive-Pult zum Einsatz und die vielen neuen Möglichkeiten beeindrucken doch auch im Rahmen einer laufenden Produktion. Es fallen Cases für FoH-EQ, externe Effekte sowie das schwere Multicore weg - eine wirkliche Erleichterung.

Weiss

Ein wenig weiss gefällig?

Insbesondere die Effekte, eines der Dinge, die bei uns trotz der vier “Internen” im 01V96 gerne extern gelöst wurden, wissen zu überzeugen. Übrigens ist der etwas neidische Spruch von lieben Kollegen “Ey, guck mal, die ham nen iLive…” (So passiert in Senden, Grüße an die lieben Kollegen der Soulfamily) schon ein Beweis dafür, dass das System auf sehr viel Interesse stößt.

Mirage

Oder mal in ganz klein?

Senden war im allgemeinen der Ort kollegialer Zusammenkunft. Hier trafen wir auch unter anderem auf die Kollegen von Finity. Thorsten Birkenfeld, Ex-Sechssaitist von Mirage schwingt die PRS-Gitarre ja inzwischen bei der sympathischen Band aus dem Osnabrücker Raum und es ist sicherlich kein Geheimnis, dass wir immer noch ein sehr herzliches Verhältnis pflegen. Daher an dieser Stelle viele Grüße in Richtung Unna.
Auch Finity-Roadie Martin, ebenfalls ein Mirage-Urgestein kam zu Besuch - und nahm leihweise drei unserer übrig gebliebenen Defender Kabelbrücken mit. Schön wenn man Kollegen mal spontan helfen kann.

Jacky

Jacky