Es gibt Neuigkeiten rund um unser Allen & Heath iLive-System, die wir unseren Kunden und Kollegen nicht vorenthalten wollen. Daher nun ein kurzes Update in Sachen iLive.
iPad und Mixpad
Wie bereits angekündigt, gibt es mit der Mixpad-App eine Möglichkeit, nahezu alle Funktionen des Allen & Heath iLive – Systems (sowohl bei den “kleinen” T-Modellen wie auch bei den Modularen Konsolen) mit dem iPad von Apple fernzubedienen. Das ist natürlich insbesondere für Einsätze interessant, bei denen ein FoH-Platz nicht an einer geeigneten Stelle aufgestellt werden kann. Auch unser lieber Kollege Markus Sorger berichtete in seinem tour-blog bereits darüber. Seit dem Sommer gibt es iPad 2 und die App auch bei Lange & Ohlemeyer Veranstaltungstechnik. Die Kombination hat sich bereits bei einigen Einsätzen bewährt. Die Vorteile gegenüber einer Laptop / Editor-Lösung, mit der so etwas theoretisch auch funktionieren würde, liegen auf der Hand. Das iPad wiegt so wenig, dass man es bequem über längere Zeit mit sich herumschleppt, dazu können per Multitouch mehrere Parameter gleichzeitig verändert werden. Ein wesentlich sensibleres Arbeiten als mit der Maus wird möglich. Auch im Monitorbereich ist die App ganz weit vorne. Endlich kann der Monitortechniker den Sound des Musikers einstellen, so wie der Ihn hört – nämlich während er neben ihm auf der Bühne steht. Das iPad – ein “magisches” Gerät also, mit dem der Technikeralltag wieder ein bisschen einfacher wird.

iPad mit Mixpad-App auf iLive
Audinate DANTE und die M-Dante-Card
Einfach ist auch das Stichwort, wenn es um das DANTE-Protokoll von Audinate geht. Das Audio-Netzwerk des australischen Herstellers ermöglicht eine “Verschickung” von insgesamt 128 Kanälen (64 In, 64 Out). Dies erfolgt über ein Gigabit-Netzwerk, welches mit handelsüblichen Komponenten wie einem Gigabit-Switch auch sternförmig ausgebaut werden kann. Die einfache Vernetzung von Multikanal-Anwendungen über die Komponenten Mischpulte, Controller und Systemendstufen ist das Ergebnis. Was DANTE allerdings für uns so “sexy” macht ist etwas anderes. Audinate stellt Usern ihres Protokolls die Software “Dante Virtual Soundcard” zur Verfügung. Diese macht nichts anderes, als einem Mac- oder Windows-Rechner mit Ethernetanschluss die Übersetzung des DANTE-Streams in verwertbare Audiodaten zu ermöglichen. Mit anderen Worten – man braucht nur noch einen Rechner mit Netzwerkanschluss, um “mal eben” 64 Kanäle Audio abzuspielen – oder, viel interessanter vielleicht, um 64 Kanäle Audio mit Logic, Cubase o.ä. aufzunehmen. Ohne externe Hardware, ohne Soundkarte, ohne USB, PCIe oder Firewire. Ein leistungsstarker Rechner und eine ordentliche 7200rpm-Festplatte sind natürlich Pflicht – aber sonst – Netzwerkkabel rein und los. Für Yamaha-Systeme gibt es bereits seit längerem eine 16-Ch. In/Out Variante für das DANTE-Protokoll. Seit kurzem ist die M-DANTE-Karte für das Allen & Heath iLive-System erhältlich und diese implementiert das Brooklyn II-Modul, welches volle 64 bidirektionale Kanäle ermöglicht. Damit wird die Karte natürlich auch für sämtliche Split-Anwendungen innerhalb des iLive-System interessant. Wir haben den ersten Recording-Job mit der DANTE-Lösung bereits hinter uns und können nur sagen: Wir sind begeistert. Noch nie war es so einfach und so kostengünstig “mal eben” alle Kanäle in ein Recording-System zu übertragen. DANTE wird fester Bestandteil unseres iLive-Systems werden und so können wir jedem Künstler, der eine Konsole der iLive-Range bei uns bucht, die Möglichkeit bieten, seine Show als Mehrkanal-Mitschnitt zu erhalten. Probieren Sie es doch einfach mal aus.