Wir können Abibälle!
Der Juni ist für viele Abiturienten der Monat, in dem sich die Schullaufbahn dem Höhepunkt nähert, und das ist, neben dem Erlangen der Hochschulreife, auf jeden Fall auch der Abiball. Schon oft wurden wir von Lange & Ohlemeyer als technischer Ausstatter für Abibälle gefordert, zum Beispiel haben wir uns seinerzeit in der Kampa-Halle kräftig ausgetobt, aber auch mit Mirage haben wir ja gerade kürzlich diverse Bälle bestritten.
Ein Projekt der besonderen Art erwartete uns vergangene Woche bei uns “um die Ecke”, nämlich der Abiball der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule (KTG) Minden. Als Örtlichkeit für die Feier wurde die dortige Mensa auserkoren. Die Location war uns spätestens seit dem Polit-Talk mit Gesine Schwan nicht mehr ganz unbekannt. Es handelt sich um einen modernen, funktionalen Neubau, der allerdings durch Gummimboden, relativ kahle Wände und Glasfronten sowie eine hohe Decke mit offener Stahlträgerkonstruktion nicht unbedingt zum gemütlichen Feiern einlädt. Und wie es in der Veranstaltungstechnik so ist: je weniger Feierstimmung die Location ausstrahlt, desto mehr muss man mit Deko und Technik nachhelfen.

Der Eröffnungswalzer!
Und so haben wir uns für dieses Event einiges einfallen lassen. Zentrum des Ganzen war ein 10m-Traversenkreis über der Tanzfläche. In der Mitte wurde eine Spiegelkugel mit 1m Durchmesser aufgehängt, rundherum acht Coemar Prospot 250 LX. Aus dem Zentrum dieses Kreises wurden baldachinartig Stoffbahnen aus weißem Trevira-Projektionsstoff zu den Seitenwänden der Aula gespannt. Um diese zu befestigen, wurden an kompletten Wänden Traversen aufgebaut. Diese, sowie der Kreis, diente gleichzeitig zur Aufnahme der Scheinwerfer, mit denen die Stoffe beleuchtet wurden. Durch die Menge an Stoff, mit Licht in Szene gesetzt, konnte im Raum tatsächlich eine ganz andere Atmosphäre erzeugt werden, ohne dass man eine Vielzahl von (kostspieligen) Effekten, Movinglights etc. benötigt hätte. Angedacht war zunächst eine Beleuchtung der Stoffe mit LED-Stripes, was einiges an Potential hinsichtlich Farbwechsel und Farbverläufe gebracht hätte, aufgrund des knappen Budgets wurde dann aber doch “konventionell” beleuchtet. Die orange-goldene Farbgestaltung passte jedoch gut zum Thema “Oscar-Verleihung” und sorgte für warme, indirekte Beleuchtung.
Verbaut wurden insgesamt etwa 200 m Traversen und fast 500 m² Projektionsstoff. Neben den oben beschriebenen Gewerken stellten wir außerdem noch die Beschallung für Abschlussreden, diverse Vorführungen und DJ Chris, Beleuchtung für Bühne, Buffet (welches auf einem Drachenboot der KSG Minden e.V. drapiert wurde und ganz hervorragend war!), und Außenfassade.
Die Mensa hatte eine Veranstaltung in diesem technischen Umfang bisher nicht erlebt und sie ist auch nicht wirklich dafür ausgelegt, was einige Probleme aufwarf. Intensive Planungen uind Vorbesichtigungen ermöglichten uns, dies einzukalkulieren und so die passende Technik “maßzuschneidern”. So ging es zum Beispiel um Rigging: Das Dachtragewerk der Aula lässt keine großen Lasten zu, so dass (außer zwei PAR 64
) nichts gehängt werden konnte. Sowohl die seitlichen Traversenstrecken als auch der Kreis wurden also komplett geständert. Auch die Deckenhöhe, an der niedrigsten Stelle gerade mal 3,70m unter dem Träger, lädt nicht unbedingt zu Höhenflügen ein, und so musste der Kreis relativ niedrig installiert werden; Glücklicherweise war an den Seiten der Aula mehr Höhe. Um die große Spiegelkugel hoch genug zu bekommen, wurden der komplette Kreis mit einer Traversenbrücke überbaut, so dass die Kugel nicht unter, sondern im Kreis hing.
Spannend auch die Stromverteilung: aus 7 verschiedenen 16A-CEE-Dosen wurde alles “zusammengekratzt”, da größere Anschlüsse nicht vorhanden waren.
Eine Veranstaltung also, die uns vor Herausforderungen stellte, die wir aber gerne angenommen haben. Wir glauben, die folgenden Impressionen sind Beweis genug, dass das Konzept voll aufgegangen ist:





…alles Impressionen nach geschafftem Aufbau…
Einen herzlichen Dank geht an Marco und die anderen Helfer der KTG für Ihre Unterstützung sowie an die Hausmeister und die Gastronomie für die gute Zusammenarbeit. Und nicht zuletzt auch dem Lange & Ohlemeyer-Team, dass für dieses Event doch die eine oder andere Überstunde in Kauf nehmen musste.
Am 9. Juli 2009 um 14:22 Uhr
Schönes Ding. Hübsch “geschmückt”.
Aber DJ. Ts ts ts.
Auf der Zielgeraden verkackt.
Am 9. Juli 2009 um 19:08 Uhr
Huihuihui, wenn die bei uns auch mal soviel für Technik ausgeben würden
Am 15. Juli 2009 um 17:34 Uhr
Achja war nett. nur ein Tipp fürs nächste mal, TANZBODEN muss sein, wir haben echt am falschen Ende gespart. Dj Chris konnte nix dafür, dem tanzenden Volk taten dank rutschfestem Belag einfach die Waden weh.
Aber war trotzdem geil! Die 17 Stunden haben sich wirklich gelohnt!
Am 12. August 2009 um 19:45 Uhr
[...] Breiten 3,20m sowie 5,20m. Der Vorhang ist ein hervorragendes Gestaltungsmittel, Beispiele kann man hier und hier [...]
Am 19. Juli 2010 um 16:39 Uhr
[...] Grunddesign wurde angelehnt an unser Konzept beim Abiball in Minden 2009, also das Bespannen der Hallendecke mit langen Bahnen aus Projektionsstoff, die von außen zu einem [...]